Die Wichtigkeit der verbalen und nonverbalen Körpersprache zwischen Menschen und Hunden im Medical Training und ihre Auswirkungen

Medical-Training bezeichnet das gezielte, positive Training von tiermedizinischen und pflegerischen Handlungen (z. B. Pfoten anfassen, Ohren untersuchen, Injektionen vorbereiten), so dass der Hund kooperativ und stressarm mitarbeitet. Ein zentraler Erfolgsfaktor dabei ist die verbale und nonverbale Körpersprache zwischen Menschen und Hunden.

Wenn wir von Körpersprache reden, gehen wir davon aus, dass der Körper mit seiner Umwelt kommuniziert.

 Was wir sind, sind wir durch unseren Körper.
Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens. Jede innere Bewegung, Gefühle, Emotionen, Wünsche drücken sich durch unseren Körper aus.” (Samy Molcho)

Hunde kommunizieren überwiegend nonverbal. Sie nehmen kleinste Veränderungen in Haltung, Muskelspannung, Atmung und Blick ihres Menschen wahr. Im Medical-Training entscheidet diese nonverbale Kommunikation oft darüber, ob der Hund sich sicher fühlt oder Stress entwickelt.

Dabei unterscheidet sich die Kommunikation zwischen Menschen und Hunden für mich nicht wesentlich.

Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation gilt der Satz von Paul Watzlawick (1. Axiom)

Man kann nicht nicht kommunizieren.
Denn jede Art von Kommunikation ist Verhalten (auch Schweigen ist Kommunikation) und genau so, wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawik, 1921 Österreich – 2007 USA).

Die Wirkung von Menschen auf Menschen

Beim Menschen gibt es statistische Untersuchungen, dass das Aussehen einen entscheidenden Einfluss auf die gegenseitige Wirkung von Menschen hat. „Schöne Menschen“ haben schon beim 1. Ansehen eine positivere Wirkung auf andere Menschen als Menschen oder Völkerstämme,
die nicht als schön gelten.  

Ebenso gibt es Untersuchungen, dass hübsche Babys von fremden Menschen häufiger freundlicher angesehen, geherzt,
berührt oder auf den Arm genommen werden, als Babys, die diese Wirkung nicht haben.

Menschen wirken auf andere Menschen zu 55% über ihren Körper und davon zu 90% über die Kleidung.

Die Stimme beeinflusst Menschen stark, da sie als akustischer Fingerabdruck Persönlichkeit, Emotionen, Kompetenz, Alter und Herkunft verrät
und ist wichtiger als das Gesagte selbst. Nur zu 7% wirken Menschen durch das Gesagte.

Eine tiefe Stimme wirkt oft kompetenter und dominanter, während eine hohe Stimme freundlicher wirken kann,
aber auch als weniger seriös empfunden wird. Die Stimme beeinflusst Sympathie und Vertrauen stark und kann psychischen Stress verursachen,
wenn sie als negativ wahrgenommen wird, aber auch Heilung fördern, z.B. durch Singen, ruhige Stimme, Hypnosestimme.

 Die zwischenmenschliche Kommunikation - verbal oder nonverbal - ist dabei abhängig vom Rapport der Kommunikationspartner!

Die wichtigsten Verhaltensweisen in der menschlichen Kommunikation, um Rapport zu erzeugen sind aktives Zuhören, klare und präzise Ausdrucksweisenonverbale Signale (Mimik, Gestik, Körpersprache) sowie Empathie und Respekt, um eine offene und konstruktive Interaktion zu fördern, bei der man dem Gegenüber Raum lässt und aufmerksam bleibt.

 

Aktives Zuhören - Blickkontakt halten, nachfragen, wiedergeben, was man verstanden hat, und dem Sprecher ausreden lassen, um zu zeigen, dass man präsent und aufmerksam ist.

 

Klare Sprache - Präzise formulieren, Fachjargon vermeiden und sicherstellen, dass die Botschaft verständlich ankommt

Nonverbale Kommunikation - Eine offene Körperhaltung, ein Lächeln und angemessener Blickkontakt signalisieren Interesse und Vertrauen, während verschränkte Arme oder Blickvermeidung Distanz schaffen können.

Respekt und Neutralität - den Gesprächspartner und seine Meinung wertschätzen, auch wenn man nicht übereinstimmt, und vorschnelle Bewertungen vermeiden.

Präsenz und Achtsamkeit - Ablenkungen minimieren (z. B. Handy weglegen) und die Gedanken beim Gespräch lassen, anstatt abzuschweifen.

Konstruktives Feedback - geben und annehmen können sowie konstruktiv mit Konflikten umgehen. 

Die Physiologie - in der Kommunikation bedeutet sie, den von außen wahrnehmbarem körperlichem Gesamteindruck eines Menschen

 z.B. Hautfarbe, Haltung, Muskeltonus, unbewusste Bewegungen, Atmung, Stimmlage, unbewusste Bewegungen.

 

Die vier grundlegenden Physiologien sind:

Problemphysiologie – die Person durchlebt oder denkt an Problemsituationen.

z.B. gebeugte Körperhaltung, blasse Gesichtsfarbe, flache Brustatmung

Ressourcenphysiologie – die Person ist im Vollbesitz ihrer körperlichen und geistigen Kräfte

z.B. symmetrische Körperhaltung, frische Gesichtsfarbe, lebendige Stimme

Zielphysiologie – die Person signalisiert durch ihren Körperausdruck, dass sie sich die Zielerreichung vorstellen, kann

z.B. gerötete Wangen, aufrechte Körperhaltung

Versöhnungsphysiologie – die Person vollzieht einen Lernschritt

z.B. Wechsel von Blässe zu guter Durchblutung, von flacher zu tiefer Atmung, von verspannter und asymmetrischer zu entspannter und symmetrischer Haltung

 

Berührungen sind ein mächtiges non-verbales Kommunikationsmittel, das Zuneigung, Vertrauen und Verbundenheit signalisiert,
Stress reduziert (senkt Cortisol, verlangsamt Herzschlag) und Wohlbefinden steigert, indem es Hormone wie Oxytocin und Dopamin freisetzt,
was sowohl Geber als auch Empfänger positiv beeinflusst, die Beziehungsqualität verbessert und
in der Pflege oder Therapie eine Brücke schlägt, wo Worte fehlen.

Sie sind grundlegend für den Aufbau von Bindungen, stärken emotionale Nähe und können eine Botschaft um ein Vielfaches verstärken,
sind jedoch Kulturabhängig und individuell unterschiedlich und auch abhängig von Lebenserfahrungen.

Nachdem Fremde mir in meiner Kindheit ständig über den Lockenkopf strichen und sagten
„Hat das Kind schöne Locken“ bin ich bei jeder Berührung egal wann steif geworden und hasste Locken,
die ich dann schon als Kind geglättet haben wollte!
Dieses Verhalten änderte sich erst bei meiner NLP-Trainer Ausbildung, bei der sich alle immer beim Wiedersehn und Abschied umarmten.
Nach der Ausbildung musste ich dann lernen, dass Berührungen stark kontextabhängig sind
und nicht jeder gerade aus einer NLP-Ausbildung kommt, und das wollte.

Der Einfluss der Spiegelneurone auf die Kommunikation!

Spiegelneurone sind das "soziale Resonanzsystem",
das uns hilft,uns in andere hineinzuversetzen und zu lernen,indem wir
die Erfahrungen anderer innerlich nachvollziehen. 

Sie wirken, indem sie bei der Beobachtung von Handlungen oder Emotionen anderer die gleichen Nervenzellen aktivieren
wie beim eigenen Ausführen oder Erleben, was Empathie, Nachahmungslernen und soziales Verständnis ermöglicht
und unbewusste Anpassung der Körpersprache und Stimme (Rapport) fördert, um Gefühle und Absichten zu verstehen und zu teilen.


Im Bereich der Körpersprache spiegeln sich Menschen bei starker Sympathie

unbewusst in Körperhaltung und Körpersprache. Dies verstärkt die gegenseitige Aufmerksamkeit.

Im Gegensatz dazu führt systematische Verweigerung von spiegelnden Verhaltensweisen zu einem absolutem Rapportbruch
und damit zu Mobbing und Voodoo-Kult.

Die Wirkung von Hunden auf den Menschen

Genauso geht es den Menschen auch mit den Hunden. Menschen, die Hunde lieben, wollen Hunde, die als schön,
süß gelten berühren und übersehen eventuelle aggressive Neigungen oder übersehen bei hässlichen Hunden,
die oft als Straßenköter bezeichnet werden, dass sie ein sehr soziales Verhalten an den Tag legen.

Die unterschiedlichen Stimmen (Stimmgeräusche) der Hunde können beim Menschen die Herzfrequenz, den Blutdruck
und den Cortisolspiegel senken und ähnlich wie beim Streicheln die Entspannung fördern und damit dem Stressabbau dienen.
Ebenso reagieren Menschen stark auf fröhliche Laute der Hunde, ähnlich wie auf die von Babys, was stark positive Emotionen auslöst.
Gemeinsames Heulen kann den Zusammenhalt zwischen Menschen und Hunden stärken und damit zur sozialen Bindung beitragen.

Bellen wirkt auf Menschen je nach Art und Kontext unterschiedlich.

Es kann Freude und Begrüßung ausdrücken (hohes, schnelles Bellen), 
Alarm oder Schutz signalisieren (tiefes, territoriales Bellen), Angst, Unsicherheit oder Frustration zeigen (hohe, panische Laute).
Für den Menschen kann es stressig sein, besonders bei Dauerbellen, was zu Schlafstörungen und Belästigung führen kann, aber auch ein Signal für die zugrundeliegende Ursache sein sollte, die gelöst werden muss. 

 

Auch Berührungen zwischen Hunden und Menschen wirkt genauso wie die zwischen Menschen
und Menschen als beruhigend und stressreduzierend, durch die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen wie Oxytocin, Dopamin und Serotonin.

 

Hunde können ihre Menschen spiegeln, indem sie Emotionen, Stresslevel und sogar Verhaltensweisen durch ihre Spiegelneuronen wahrnehmen
und widerspiegeln, was zu einer tiefen emotionalen Verbindung und gegenseitigen Beeinflussung führt,
auch wenn sie keine passiven Abbilder sind, sondern die Signale aktiv interpretieren und darauf reagieren.
Sie reagieren auf unsere Körpersprache, Stimme und Stimmung und können dadurch eigene Reaktionen zeigen,
die oft eine Verstärkung oder einen Kontrast zu unserem eigenen Zustand darstellen.
Sie können auch die unbewussten Verhaltensweisen spiegeln und zeigen dies durch Stimmungsübertragung und Körpersprache. Dies ist eine sehr intensive nonverbale Kommunikation, die auf gegenseitiger Empathie beruht.

Bei der Empathie spiegeln und spüren unsere Hunde unsere Gefühle wie Freude, Angst oder Stress.
Ist der Mensch gestresst, kann der Hund dies übernehmen.

 

Bei der Verhaltensspiegelung spiegelt der Hund die Unsicherheit eines Menschen in einer bestimmten Situation

und wird dann auch in dieser Situation unsicher, bleibt der Mensch in seiner Mitte und im Gleichgewicht, wird dann auch der Hund sicherer.  

Hunde nehmen auch unsere inneren Überzeugungen und Stimmungen wahr, oft noch bevor wir uns dessen bewusst sind, was das Training beeinflusst. 

 

Auch beim Hund sind die wichtigen Verhaltensweisen in der Kommunikation nonverbale Signale wie Mimik, Gestik und Körpersprache.

Zur Gestik zählt beim Hund die Körperhaltung geduckt oder aufrecht, die Muskelspannung,

die Kopf- und Rutenhaltung und auch der Zustand der Rückenhaare.

 

Der Mensch hat folgende Grundstimmungen Freude, Trauer, Wut, Ekel, Angst, Überraschung und Verachtung

diese werden von äußeren Einflüssen wie soziale Kontakte, Umwelt und Ernährung beeinflusst

 

Die Grundstimmungen beim Hund sind Freude, Gelassenheit, Angst, Unsicherheit, Aggression und Drohung (je nach Kategorisierung)

erkennbar an entspannter Körperhaltung, eingeklemmter Rute, angelegte Ohren, oder steifer Haltung und aufgestelltem Fell.

Ein Verhaltensdisplay ist die gesamte Körpersprache des Hundes Ohren, Augen, Rute, Haltung und Mimik, welche seine innere Stimmung ausdrückt.

 

Wir können die Grundstimmungen des Hundes auch kategorisieren in Bezug auf die Umwelt neutral oder aufmerksam und in der Kommunikation mit einem Kommunikationspartner als sicher oder unsicher.

Die Wirkung von Menschen auf Hunde

Auch Hunde erkennen Menschen an ihrem Aussehen.
Dieses Erkennen und Reagieren auf Körper und Gesichter von Menschen wurden durch Beamerprojektionen von Dr. Immanuel Birmelin untersucht. 
Durch die Beamerprojektionen konnte ausgeschlossen werden, dass der Geruch bei der Erkennung des Menschen eine Rolle spielt.

Hunde erkennen Artgenossen ebenso in einem Beamerbild. Bieten sogar dem Beamerbild Spielverhalten an.

Hunde erkennen vertraute Personen z.B. nicht mehr, wenn man den Besitzern einen Eimer über den Kopf zieht.
Furchtlose Hunde reagieren aggressiv, ängstliche Hunde weichen zurück. Bei dieser Untersuchung spielte der Geruch keine Rolle.
CAVE!!!! Kleine Kinder sollten sich nie etwas über den Kopf ziehen, wenn sie mit Hunden spielen!!!! (Dr. Immanuel Birrmelin)

Wie wir auf der Rapport Mindmap oben sehen,
stimmt auch diese Mindmap auf der rechten Seite mit dem Herstellen von Rapport zu Hunden überein. Stimmt der Rapport zwischen Menschen und Hunden nicht, ist auch hier die Kommunikation und das verständnisvolle Miteinander beschädigt

Für den Hund hat die Kleidung des Menschen im Training eine große Bedeutung, da sie als starkes Signal für den Beginn einer Aufgabe dient (z.B. eine spezielle Trainingsweste), positive Assoziationen schafft, wenn damit Leckerlis und Spiele verbunden sind.

 

Trägt der Mensch immer im Medical-Training eine Trainingsweste z.B. mit unterschiedlichen Taschen und damit unterschiedlichen Futteraufbe-wahrungsorten,
kann dies dem Hund eine klare Rolle und einen Fokus auf die folgende Trainingseinheit signalisieren. Die Weste gibt dem Hund zusätzlich eine hohe Erwartungssicherheit und hilft damit,
Stress zu reduzieren.
Die Weste wird zum visuellen Signal für das positive und ruhige Training und erhöht zusätzlich die Motivation und Bereitschaft zum Training.

Mit der Zeit lernt der Hund, dass das Anziehen der Weste eine positive und vertrauensvolle Interaktion mit seinem Menschen für ihn bedeutet und er aktiv mitarbeiten darf, ohne sich wehren zu müssen.


Für Hunde hat die Stimme eines Menschen eine starke Bedeutung. Je nach Modulation, Frequenz, Lautstärke und Tonabfolge kann sie als Motivation, Beruhigungoder auch als Maßregelung
für den Hund empfunden werden.

Im Medical-Training benutzen wir eine beruhigende Stimme! 'Und achten auf die jeweilige Reaktion des Hundes oder spielen mit unserer Stimme.

Bei einer beruhigenden Stimme geht der Köper in eine entspannte Haltung,
die Muskulatur entspannt, die Atmung wird ruhiger.

Hunde empfinden Berührungen von Menschen je nach Situation,
Individuum und Ort sehr unterschiedlich.
Sie können tiefe Zuneigung, Geborgenheitund Stressabbau
durch liebevolles Streicheln (besonders an Brust, Seite, Kinn) empfinden, was das Bindungshormon Oxytocin freisetzt, aber auch Unbehagen,
Bedrohung oder Überforderung bei falschem Druck, an empfindlichen Stellen (Pfoten, Kopf) oder wenn sie gestresst sind.

Wichtig ist, auf Körpersprache zu achten und sanfte, positive Berührungen zu bevorzugen, um Vertrauen zu stärken. 

Körpersprache des Hundes im Medical-Training bei Unbehagen oder Überforderung durch Berührungen des Menschen: 

- Verlassen der Kooperationsverhaltens
- Wegziehen der Pfoten
- Wegdrehen des Kopfes
- Schnappen, Beißen
- Knurren
- Bellen, Fiepsen
- Angespannte Körperhaltung
- Ohren nach hinten legen
- Route einklemmen


Spiegelneurone
spielen im Medical-Training mit Hunden eine zentrale Rolle,
da sie die neurobiologische Basis für Empathie, Beobachtungslernen und die Stimmungsübertragung bilden. 

 

Stimmungsübertragung und Stressmanagement

Spiegelneurone ermöglichen es Hunden, die Emotionen und den Stresslevel ihres Besitzers oder Trainers unmittelbar wahrzunehmen und zu spiegeln. 

 

Hund als Spiegel - Probleme im Verhalten des Hundes können auch ein Spiegel eigener Probleme des Menschen sein,
die durch die Beziehung gelöst werden können.            

Gemeinsames Wachstum - Durch das Bewusstsein für dieses Phänomen können Mensch und Hund gemeinsam wachsen
und sich verändern. 

Nervosität – die eigene Nervosität bei einem Tierarztbesuch wird vom Hund wahrgenommen und auf ihn übertragen.

Erwartungen - Wenn wir erwarten, dass unser Hund Angst hat, wird er dies wahrscheinlich widerspiegeln.   Zuversicht kann ihn beruhigen. 

Wenn der Mensch während einer medizinischen Maßnahme (z. B. Krallenschneiden oder Abtasten) gestresst ist,
feuern die Spiegelneurone des Hundes analoge Signale, was dessen eigene Angst verstärkt. Ein ruhiger Trainer hingegen nutzt diese Neuronen gezielt,
um Entspannung auf den Hund zu übertragen. 


Lernen am Modell

Hunde verfügen über die Fähigkeit, Handlungen durch bloßes Beobachten zu verstehen und nachzuahmen. 

Im Medical-Training kann das Beobachten eines bereits entspannten "Modell-Hundes"
die Spiegelneurone des untrainierten Hundes aktivieren.
Dies verkürzt die Lernphase für Kooperationsverhalten, da der Hund die Handlung im Gehirn bereits gespiegelt hat.

So hat z.B. mein Hund Clooney beim Training der Seitenlage mit meinem Hund Mattes immer im Trainingsbereich gelegen
und die Ruhe von Mattes sehr stark gespiegelt.

 

 Synchronisation der Hirnaktivität

Studien zeigen, dass sich die Hirnaktivität von Menschen und Hunden bei Blickkontakt synchronisieren.
Diese neuronale Kopplung verstärkt die Bindung und das Vertrauen, was die Grundlage für das Medical-Training ist. Der Hund lernt, dass er durch Kooperationsverhalten (wie das Verlassen einer Position) die Kontrolle über das Geschehen behält, was den Stress massiv reduziert. 

 

Förderung der Kooperation statt Abwehr

Durch die Aktivierung von Spiegelneuronen in Kombination mit positiver Verstärkung wird eine medizinische Maßnahme im Medical-Training vom erduldeten Zwang zum Dialog. Da der Hund die Intentionen des Menschen besser verstehen kann,
sinkt die Wahrscheinlichkeit von Schreckreaktionen oder defensiver Aggression. 

Das Verständnis dieser Mechanismen ermöglicht es Trainern, ihre emotionale Verfassung und Körpersprache als präzises Werkzeug einzusetzen,
um den Hund sicher durch unangenehme Prozeduren zu führen. 

 

 Die wichtigsten Verhaltensweisen in der Mensch-Hund-Kommunikation sind die deutliche Körpersprache (entspannte Haltung, Ohren, Schwanz, Blickkontakt vermeiden bei Stress), eine klare und konsistente verbale Kommunikation (feste Tonlage, nicht hektisch),
das Erkennen und Respektieren von Beschwichtigungssignalen (Gähnen, Schnauzen lecken).
Der Mensch darf lernen, die Emotionen und Absichten des Hundes durch seine Körpersignale zu deuten, da dies oft wichtiger ist als Worte. 

 

Menschliche Verhaltensweisen

Körpersprache nutzen - Arbeiten mit Gestik und Mimik, um Signale zu geben (z.B. ruhige Bewegungen). Schnelle Bewegungen,
Bewegungen auf den Hund zu oder von oben herab vermeiden sie führen zu Verunsicherung, ruhige bedachte Körperbewegungen bringen Ruhe in das Training, ruhiges Präsentieren des Futters, Futterpräsentation testen, freundlicher Gesichtsausdruck im Training

Körperhaltung - aufrechte Körperhaltung beim Training löst ein gutes Gefühl aus – über den Hund beugen löst ein ungutes Gefühl aus –
in die Hocke gehen bringt Sicherheit

Stimme gezielt einsetzen - Eine helle Stimme wirkt motivierend, eine ruhige tiefe Stimme vermittelt Stopp oder Verbot. Hektik vermeiden.

Konsequenz und Fairness – Verlässlich für den Hund sein. Wenn der Hund ein Signal richtig umsetzt, direktes belohnen

Emotionen erkennen – Auf Stresszeichen achten (Zunge raus, Ohren angelegt, Blick abwenden

Berührungen bewusst einsetzen - Streicheln, Anlehnen sind Zeichen der Zuneigung, aber auch Stupsen und Ablecken sind Kommunikation. 

 

Hunde-Verhaltensweisen

Schwanzwedeln - Locker und weit wedelnd (Freude/Aufregung); steif und hoch (Erregung/Unsicherheit).

Ohren - Nach hinten (Unterwerfung/Unsicherheit), kerzengerade (Wachsamkeit).

Körperhaltung - Entspannt und locker (Wohlbefinden), angespannt oder eingezogen (Angst/Stress).

Beschwichtigungssignale - Gähnen, Schnauze lecken, Kopf abwenden, weggehen – Zeichen von Stress oder Konfliktvermeidung.

Lautäußerungen - Bellen, Knurren, Jaulen haben je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen (Warnung, Spiel, Angst). 

Wichtige Missverständnisse

Das "Lächeln" - Ein weit geöffneter Mund mit angespannter Zunge und zugekniffenen Augen ist oft ein Stress- oder Hitzezeichen, kein Lachen.

Das "Unterwürfigkeitsgrinsen" - Das ist eine freundliche Begrüßung, die von Menschen oft missverstanden wird. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine gelungene Kommunikation auf dem Verständnis der hündischen Körpersprache und dem eigenen, klaren Ausdruck beruht, wobei der Mensch lernen darf, über das offensichtliche Verhalten hinaus auf subtile Signale zu achten.  

© Dr. Christiana Walter

 

AVE = Angepasste Verhaltens-Entwicklung

 Jeder Mensch ist einzigartig.

Jeder Hund ist einzigartig 

und ebenso ist Jedes Mensch-Hund-Team einzigartig!

 Besonders bedeutsam, ist es die Einzigartigkeit des Hundes zu verstehen.

 

Die sportlichen Belastungen im Hundesport sind sehr groß,
so dass Sporthunde neben Impfungen
und Allgemeinerkrankungen oft auch vermehrt zu Tierarztbesuchen
und Physiotherapien in die Praxen müssen.  Genau da setze ich im Medical-Training an. Routinen trainieren, Angst abbauen.
Individuell auf Deines Hundes und Dir abgestimmt. 

SAVE steht für Sozial Akzeptables Verhalten in Extrem Situationen.

 Das SAVE -Training wird angewendet bei unsicheren oder ängstlichen Hunden, die bei Annäherung eines anderen Hundes, Tieres oder Menschen mit Stress, Leinenaggression, Unsicherheit oder mit Bellen und ziehen an der Leine reagieren.  

 Dabei wird dem Hund durch schrittweise Distanzverkürzung zum stressauslösendem Reiz geholfen, mehr Sicherheit zu erlangen.

Mit Spaß zum Erfolg!
Melde Dich bei uns zum Begleithunde-Training im Kreis Heinsberg an.
Egal ob im Einzel-Coaching oder Kleingruppe! Du entscheidest individuell für Dich und Deinen Hund! 🐕
➡Wann: Termine nach Vereinbarung
➡Wo: Wegberg
         Wir freuen uns auf Euch und Eure Begleiter ❤